Reise in die Weststeiermark 2011

Seniorenensemble des Musikverein Bettringen in der Weststeiermark

Sechs ereignisreiche Tage bei hochsommerlichen Temperaturen erlebten die Mitglieder des Seniorenensembles des Musikverein Bettringen zusammen mit ihren Partnern und einer kleinen Fangruppe in der Weststeiermark.

Es war der Wunsch der Ensemblemitglieder, die im Vorjahr in der Steiermark gewonnenen Eindrücke weiter zu vertiefen. Der Sprecher des Seniorenensembles Wolfgang Hegele, selbst ein Kenner des südsteirischen Weinlandes, erarbeitete deshalb zusammen mit seiner Ehefrau Helga ein genau auf die Gruppe abgestimmtes Reiseprogramm.

Reiseziel war wieder die Marktgemeinde Eibiswald, die im Süden der Weststeiermark liegt. Sie war auch Ausgangspunkt für alle weiteren Unternehmungen, die zu Sehenswürdigkeiten führten und dem Kennenlernen von Land und Leuten dienten.

So wurde auf dem 483 Meter hohen Eory-Kogel die größte Weintraube der Welt besichtigt, die durch die besondere künstlerische Gestaltung den Ablauf des Weinjahres und die Arbeit im Weinberg versinnbildlicht. Der sich von der Erhebung bietende Rundblick war traumhaft. Bei einer Führung im Schloss Seggau konnten sich die Ausflügler mit der geistlichen und weltlichen Geschichte der Steiermark vertraut machen.

Im steirischen Wernersdorf wurde Ihnen bei der Besichtigung der dortigen modern ausgestalteten Emmauskapelle aufgezeigt, was eine kleine Gemeinde leisten kann, wenn man die Bürger in die Planung und Fertigstellung einer solchen Begegnungsstätte mit einbindet und auf regionale Künstler setzt. Im Außenbereich der Kapelle war auf einer Gedenktafel für den Bürgermeister zu lesen: "Der Mensch ist Pilger vom Morgenland der Jugend ins Abendland seines Alters."

Wozu ein einzelner Handwerker fähig ist, sah man an der versteckt im Tal der Weißen Sulm liegenden Strutz-Mühle, die von einem originellen Müller in jahrelanger Kleinarbeit erbaut wurde und die dokumentiert, wie in früherer Zeit Getreide gemahlen wurde.

Ein besonderes Highlight stellte die Besichtigung der von Friedensreich Hundertwasser gestalteten Pfarrkirche Sankt Barbara in Bärnbach dar, ein buntes, fröhliches und lebensbejahendes Gotteshaus.

Das Gesamtwerk des Künstlers findet seinen Höhepunkt in einem hinter dem Altar befindlichen Strahlenkranz-Kreuz. Umgeben ist das Gebäude von 12 großen Toren, die die wichtigsten Religionen und Kulturen symbolisieren und Ökumene und Toleranz fordern. Es ist die einzige Kirche, die Friedensreich Hundertwasser gestaltet hat. Für seine Arbeit verlangte er kein Honorar.

In dem in einer sanften Hügelwelt liegenden idyllischen Ort Piber, wo seit über 200 Jahren die weltbekannten Lippizzaner ihre Heimat haben, wurden für die Ausflügler die Pforten des traditionsreichen Gestüts geöffnet, so dass es zu einer direkten Begegnung mit den edlen weißen Pferden und deren Nachwuchs kam.

Bei Wein- und Kürbiskernölverkostungen konnte man sich von der hohen Qualität dieser steirischen Spezialitäten überzeugen.

Auch an die körperliche Fitness war gedacht, das Angebot reichte vom Erholen am Sulmsee über eine schweißtreibende Wanderung durch die Sulmtalklamm bis zum Schwimmen im Hotel-Pool, jeder konnte für sich das Richtige auswählen.

Die Geselligkeit kam natürlich auch nicht zu kurz, sei es bei steirischen Köstlichkeiten in einem Buschenschank oder auf Österreichs höchstgelegenem Weingut mit Wein-Wellness-Park oder beim abendlichen Ausklang. Das Seniorenensemble unter Leitung von Helmut Deininger und Akteure aus der Gruppe sorgten stets für eine fröhliche Stimmung.

In dem Bewusstsein, dass der Aufenthalt in der Weststeiermark ein Gewinn für Herz und Seele war, trat man die Heimreise an. Ein ausgesprochenes Dankeschön galt Wolfgang Hegele und dessen Ehefrau Helga für die Organisation dieses wunderschönen Ausfluges.

Auch der Umstand, das es bei der Abfahrt in Bettringen und bei der Ankunft wie aus Kübeln schüttete, konnte die gute Stimmung nicht trüben.


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