Reise in die Steiermark 2010

Seniorenensemble des Musikvereins Bettringen zu Gast in der Steiermark

Sechs erlebnisreiche Tage bei hochsommerlichem Wetter verbrachten die Mitglieder des Seniorenensembles des Musikvereins Bettringen zusammen mit ihren Partnern und einer kleinen Fangruppe in der Steiermark.

Auch in diesem Jahr hatte der Sprecher des Seniorenensembles Wolfgang Hegele, selbst ein profunder Kenner des südsteirischen Weinlandes, die Organisation des Ausfluges übernommen. Unter seiner Leitung startete die Reisegruppe in Bettringen mit Reiseziel Eibiswald, einer Marktgemeinde im Süden der Weststeiermark. Das Reiseziel wurde ohne Zwischenfälle am späten Nachmittag erreicht und nachdem die Quartiere verteilt waren, traf man sich zu einem gemeinsamen Abendessen beim Kirchenwirt.

Der Tag nach der Anreise führte die Reisegruppe in die Landeshauptstadt Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs, die "Europas Kulturhauptstadt 2003" war und deren Altstadt wegen des "besterhaltenen Stadtkerns Mitteleuropas" seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Ein sehr liebenswürdiger Stadtführer verstand es trotz der hochsommerlichen Temperaturen den Ausflüglern die eindrucksvollen Kontraste zwischen dem traditionellem und dem modernen Graz nahezubringen.

Am Abend fand man sich in dem von Eibiswald ca. 4 km entfernt liegenden Buschenschank "Glirsch" ein. Unter der Leitung von Helmut Deininger unterhielt dort das Seniorenensemble die Gäste mit feinster Blasmusik. Zur Überraschung der Ausflügler übernahm später ein steirisches Musikantentrio die Unterhaltung und bei steirischen Spezialitäten kam sehr schnell eine fröhliche und heitere Stimmung auf. Zur Freude der Gäste verstärkten im Laufe des Abends Bettringer Musiker, allen voran Helmut Deininger mit seiner Klarinette, das steirische Trio.

Der folgende Tag diente der Entspannung. Am späten Vormittag ging es zur Soboth an der Koralpe, die im Dreiländereck Steiermark-Kärnten-Slowenien liegt. Nach einer kurzen Ortsbesichtigung wanderte die Gruppe zum "Tauchertreff Lindner" am Ufer des Soboth-Stausees, wo sich alle bis zum späten Nachmittag erholen konnten. Vom Stausee aus brachte der Bus die Gruppe zum Abendessen in das Gasthaus Lindner, einer Lokalität die nur wirkliche Insider kennen. Dort stimmte das Seniorenensemble die Gäste mit zünftiger Blasmusik auf den Abend ein. Neben anderen Köstlichkeiten wurde von der Wirtin ein besonderes regionales Schmankerl angeboten, eine "aufgesetzte Henn". Ein weiterer Höhepunkt war der anschließende Auftritt von Christine und Gerhard Schurr mit Steirischer Harmonika und Gitarre sowie die Liedbeiträge von Sepp Uhl, die den Stimmungspegel noch weiter nach oben steigen ließen.

Der nächste Tag führte die Reisegruppe über den Radlpass nach Maribor (Slowenien). Ein Reiseführer aus Eibiswald schilderte die wechselvolle und leidvolle Geschichte der Südsteiermark. Durch die Abtrennung der Untersteiermark war Eibiswald zur Grenzlandgemeinde geworden die im 2. Weltkrieg besonders im Zeichen der Partisanenkämpfe stand. Nach einem Mittagessen in Slowenien fuhr man auf der Südsteirischen Weinstraße durch eine herrliche Rebenlandschaft, die im Licht der Nachmittagssonne einzigartig zur Geltung kam und einen unvergesslichen Eindruck hinterließ. Abgeschlossen wurde dieser Tag mit einer Weinverkostung bei der neben steirischen Qualitätsweinen traditionelle Köstlichkeiten gereicht wurden.

Der folgende Tag galt einem Besuch des Klöpfermuseums in Eibiswald. Dieses Museum ist Dr. Hans Klöpfer gewidmet, der als "größter Sohn der Gemeinde Eibiswald" anzusehen ist und der als Dichter der Weststeirer und als Chronist des Marktes unvergessen bleibt. Der Vater des Dr. Hans Klöpfer war als Wundarzt aus Gingen bei Heidenheim eingewandert. Nach dem Museumsbesuch ging es zu Fuß zu einer in der Nähe liegenden Ölmühle, wo alles Wissenswerte zum alten Handwerk der Kürbiskernölerzeugung zu erfahren war. Bei einer Ölverkostung durfte sich jeder von der hohen Qualität des echten steirischen Kernöls überzeugen. Zur Stärkung gab es Rührei mit Kernöl, ein echter kulinarischer Genuss. Bevor man nach Eibiswald zurückfuhr, suchte man noch einen traditionell arbeitenden Weinbauern auf, der seine hochwertigen Produkte vorstellte. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Klöpferkeller, das durch das Seniorenensemble musiklisch umrahmt wurde, ließ man den Tag ausklingen.

Der nächste Tag war bereits der Rückreisetag, der für alle viel zu schnell gekommen war. Auf der Rückfahrt bedankte sich Wolfgang Hegele bei allen für das disziplinierte Verhalten. Sein Dank galt insbesondere dem Busfahrer, an dessen fahrerisches Können sowohl bei der Stadtrundfahrt in Graz als auch auf den engen kurvenreichen Straßen im steirischen Weinland höchste Anforderungen gestellt worden waren. Wiederholt hatte er für gekonnte Fahrmanöver "Szenenapplaus" erhalten. Zudem hatte er mit seiner Klarinette das Ensemble unterstützt. Alfred Burkhardt dankte im Namen aller Wofgang Hegele, der zusammen mit seiner Ehefrau die Hauptlast der Organisation des Ausfluges zu tragen hatte und dem es gelungen war, ein genau auf die Reisegruppe zugeschnittenes Programm zu erarbeiten. Ihm wurde ein kleines Geschenk mit der Bitte übergeben, auch den nächsten Ausflug des Seniorenensembles wieder zu planen.


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