Burgenlandreise 2009

Seniorenensemble des Musikvereins Bettringen zu Gast im Burgenland

Sechs erlebnisreiche Tage verbrachten die Mitglieder des Seniorenensembles des Musikvereins Bettringen mit ihren Partnern und einer kleinen Fangruppe im sonnenverwöhnten österreichischen Burgenland.

Schon einmal, im August 2008, hatte sich das Seniorenensemble für mehrere Tage im Burgenland aufgehalten und dort traumhafte Tage erlebt. Mehrere Mitglieder des Ensembles äußerten daraufhin den Wunsch, nochmals das Burgenland als Reiseziel auszuwählen, um die Region Neusiedler See noch näher kennen zu lernen.

Der Sprecher des Ensembles, Wolfgang Hegele, stellte deshalb ein sehr ausgewogenes Programm für eine erneute Burgenlandfahrt zusammen.

Eine nahezu identische Reisegruppe wie im Vorjahr startete jetzt mit dem Bus in Bettringen mit Fahrtziel Mörbisch am Neusiedler See. Nach einer Fahrt von ca. 2 Stunden, man war auf der Autobahn kurz vor Nürnberg, wurden die Ausflügler durch ein starkes Poltern und Rütteln im Bus aufgeschreckt. Die Suche nach der Ursache für das ungewöhnliche Fahrverhalten erbrachte, dass der rechte hintere Reifen des Busses zerfetzt war.

Ein Glück, dass sich in Josef Deininger ein echter "Trucker" unter den Reiseteilnehmern befand, der zusammen mit dem Busfahrer in schweißtreibender Arbeit neben der Autobahn den beschädigten Reifen auswechselte, so dass die Fahrt fortgesetzt werden konnte. Mit nur geringer Verspätung, aber froh darüber, dass kein größerer Schaden eingetreten war, kam man am Reiseziel an.

Am Tag nach der Ankunft sorgte das Seniorenensemble unter der Leitung von Helmut Deininger beim Fest der Sozialen Dienste so wie im vergangenen Jahr für Hochstimmung. Neben der gebotenen Blasmusik begeisterte vor allem das Gesangsduo Gisela Richter/Robert Payer die zahlreichen Festbesucher und es musste so manche Zugabe gegeben werden.

Am Abend stand der Besuch des Musicals "My Fair Lady" auf der ca. 6000 Besucher fassenden Seebühne auf dem Programm. Die Art der Darbietung und das gigantische Schlussfeuerwerk waren beeindruckend.

Am folgenden Tag ging es mit dem Schiff über den Neusiedler See zur Anlegestelle Illmitz und von dort mit einem Pferdegespann durch den Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel zum Mittagessen nach Illmitz. Am Nachmittag wurde die in der unendlichen Weite der "burgenländischen Puszta" liegende Brücke von Andau besichtigt, über die während des ungarischen Freiheitskampfes im Jahr 1956 tausdende Ungarn flüchteten.

Nach der Besichtigung der Basilika von Frauenkirchen fuhr man nach Halbturn zur Musikantenschenke des Franz Thury, einem Freund und Fan des Ensemblemitgliedes Robert Payer. Dort überraschten Musiker aus dem Raum Halbturn die Ausflügler mit einem Ständchen. Bei burgenländischen Spezialitäten wurde dann zur Freude aller gemeinsam mit den Musikern des Seewinkels musiziert.

Am nächsten Tag für man über die nahe ungarische Grenze nach Sopron dem früheren Ödenburg, dort stieg eine charmante Reiseführerin zu. Gemeinsam suchte man den Platz bei Fertörakos auf, an dem am 19. August 1989 während des so genannten Paneuropäischen Picknicks hunderte DDR-Bürger durch ein geöffnetes Tor in den Westen flüchteten und wo kurz zuvor Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des 20. Jahrestages der Grenzöffnung an einer Gedenkfeier teilgenommen hatte.

Anschließend wurde in Fertöd das Schloss Esterhazy und ein Eisenbahnlampenmuseum mit ca. 250 Laternen von Eisenbahngesellschaften aus aller Welt besichtigt.

Am Nachmittag ging es nach Agendorf, dem Geburtsort von Robert Payer. Auf Wunsch wurde dessen Elternhaus besichtigt und mit Pferdegespannen ein kurzer Abstecher zu einer weit außerhalb des Ortes liegenden Pusztaterrasse gemacht. Am Abend fand man sich auf dem Gelände eines Reiterhofhotels ein, wo die Musikkapelle Agendorf gepflegte Blasmusik bot und eine Majorettengruppe paradierte.

Der Bürgermeister von Agendorf begrüßte die Reisegruppe und machte deutlich, wie stolz die Gemeinde Agendorf auf ihren Sohn Robert Payer und dessen Engagement für die Gemeinde Agendorf ist. Robert Payer übergab der Kapelle Agendorf die gedruckten Noten eines von ihm geschriebenen Csárdáses.

Abgeschlossen wurde der Tag mit einem echten ungarischen Kesselgulasch.

Der folgende Tag konnte jeder so nutzen, wie er Lust und Laune hatte. Am Abend traf man sich zu einer Weinverkostung, bei der einige Akteure aus der Reisegruppe mit ihren Beiträgen für eine zünftige Stimmung sorgten.

Auf der Heimfahrt bedankte sich Alfred Burkhardt im Namen aller Ausflugsteilnehmer bei Robert Payer für die Organisation des "Ungarntages" und bei Wolfgang Hegele, der die Hauptlast der gesamten planmäßigen Gestaltung zu tragen hatte und der für den reibungslosen Ablauf des Ausfluges verantwortlich war.

  Das Bild zeigt die Reisegruppe am Aussichtsturm bei der Brücke von Andau


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